Wie traditionelle chinesische Medizin bei Migräne helfen kann
Migräne verstehen und ganzheitlich behandeln – Akupunktur, TCM und moderne Schmerztherapie in Berlin
Migräne gehört heute zu den häufigsten neurologischen Beschwerden. Viele Betroffene leiden unter wiederkehrenden Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen oder Sehstörungen. Oft werden die Beschwerden über Jahre hinweg nur mit Schmerzmitteln behandelt. Doch aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stellt sich eine entscheidende Frage:
Warum entsteht die Migräne überhaupt?
In unserer Praxis betrachten wir Migräne nicht nur als Symptom, sondern als Ausdruck eines tieferliegenden Ungleichgewichts im Körper. Deshalb beginnt jede Behandlung mit einer ausführlichen Anamnese, einer individuellen Diagnostik und einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen.
Migräne ist nicht gleich Migräne!
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin geben Ort und Verlauf der Kopfschmerzen wichtige Hinweise auf die Ursache der Beschwerden.
Oberkopf – Leber-Meridian
Kopfschmerzen am Scheitel oder Oberkopf stehen häufig mit dem Leber-Meridian in Verbindung. Stress, emotionale Belastungen, innere Anspannung oder unterdrückte Gefühle können den Energiefluss stören und Migräne fördern.
Stirn – Magen-Meridian
Migräne oder Druckgefühle im Stirnbereich werden häufig dem Magen-Meridian zugeordnet. Verdauungsstörungen, Ernährungsfehler oder innere Feuchtigkeit können hierbei eine Rolle spielen.
Schläfen – Gallenblasen-Meridian
Seitliche Kopfschmerzen im Bereich der Schläfen stehen häufig mit dem Gallenblasen-Meridian in Verbindung. Besonders Stress, Überforderung und emotionale Belastungen können hier eine wichtige Ursache sein.
Nacken bis Augen – Blasen-Meridian
Migräne, die vom Nacken über den Hinterkopf bis in die Augen zieht, weist häufig auf Störungen entlang des Blasen-Meridians hin. Verspannungen, Fehlhaltungen und Funktionsstörungen der Halswirbelsäule spielen dabei oft eine zentrale Rolle.
Mittellinie des Kopfes – Du-Meridian
Kopfschmerzen entlang der Kopfmitte können mit dem Du-Meridian zusammenhängen und auf energetische Blockaden entlang der Wirbelsäule hinweisen.
Die Ursache liegt häufig nicht im Kopf
In über 25 Jahren Praxiserfahrung zeigt sich immer wieder: Migräne entsteht selten nur im Kopf.
Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen:
- Stress und chronische Überlastung
- Störungen des vegetativen Nervensystems
- Schlafstörungen
- emotionale Belastungen
- Nacken- und Schulterverspannungen
- Fehlstellungen der Halswirbelsäule
- Atlas-Schiefstand
- Kiefer- und Muskelspannungen
- hormonelle Veränderungen
- Verdauungsstörungen
- Bewegungsmangel
Deshalb reicht es oft nicht aus, lediglich Schmerzmittel einzunehmen. Entscheidend ist die Suche nach den eigentlichen Ursachen.
Atlas-Schiefstand als versteckter Migräne-Auslöser
Ein häufig unterschätzter Faktor ist die Fehlstellung des Atlas, des obersten Halswirbels. Bereits kleine Verschiebungen können Auswirkungen auf:
- Muskulatur
- Nervenbahnen
- Durchblutung
- Haltung
- Gleichgewicht
- vegetatives Nervensystem
haben.
Viele Patienten mit chronischer Migräne berichten zusätzlich über:
- Nackenverspannungen
- Schwindel
- Tinnitus
- Augendruck
- Schulterbeschwerden
- Schlafprobleme
Deshalb prüfen wir bei entsprechenden Beschwerden auch die Statik der Halswirbelsäule und mögliche funktionelle Störungen.
Individuelle Migräne-Therapie mit TCM
Da jede Migräne unterschiedliche Ursachen haben kann, wird die Behandlung individuell angepasst.
Triggerpunkt-Akupunktur
Verspannte Muskeln im Nacken-, Schulter- oder Kieferbereich können Migräneattacken auslösen oder verstärken. Durch gezielte Triggerpunkt-Akupunktur lassen sich diese Spannungen häufig effektiv lösen.
Akupunktur zur Regulation des Nervensystems
Stress zählt zu den häufigsten Migräne-Auslösern. Akupunktur kann helfen, das vegetative Nervensystem zu beruhigen und den Körper wieder in einen ausgeglicheneren Zustand zu bringen.
Atlas- und Wirbelsäulenkorrektur
Wenn Fehlstellungen der Halswirbelsäule oder des Atlas an den Beschwerden beteiligt sind, können sanfte manuelle Techniken und chiropraktische Verfahren unterstützend eingesetzt werden.
Meridiantherapie nach TCM
Je nach betroffenem Meridian werden individuelle Akupunkturpunkte ausgewählt, um energetische Blockaden zu lösen und den natürlichen Energiefluss wieder zu harmonisieren.
Ganzheitliche Begleitung
Auch Schlaf, Ernährung, Stressregulation und Lebensstil werden in die Behandlung einbezogen. Ziel ist nicht nur die kurzfristige Linderung der Beschwerden, sondern eine langfristige Stabilisierung des gesamten Organismus.
Unser Behandlungsziel
Viele Migränepatienten haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Unser Ziel ist es, die individuellen Ursachen zu erkennen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Häufigkeit sowie Intensität der Migräne nachhaltig zu reduzieren.
Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet Migräne nicht als isoliertes Kopfproblem, sondern als Zeichen eines Ungleichgewichts im gesamten System. Genau dort setzt unsere Behandlung an.
Akupunktur bei Migräne in Berlin
In der Akupunktur-Praxis Hui Zhang-Sievers verbinden wir Traditionelle Chinesische Medizin mit moderner Schmerztherapie, Triggerpunkt-Akupunktur, Atlas-Korrektur, Wirbelsäulenbehandlung und ganzheitlicher Diagnostik.
Jeder Mensch hat eine andere Geschichte. Deshalb verdient auch jede Migräne eine individuelle Behandlung.
Akupunktur bei Migräne Berlin – ganzheitlich, individuell und ursachenorientiert.
Volkskrankheit Migräne
In Deutschland wird Migräne als echte Volkskrankheit eingestuft. Nach aktuellen epidemiologischen Daten und Berichten des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie der Schmerzklinik Kiel leiden in Deutschland etwa 8 bis 10 Millionen Menschen an Migräne. Schätzungen, die auch weniger eindeutige oder nicht ärztlich erfasste Verläufe („wahrscheinliche Migräne“) einbeziehen, gehen sogar von bis zu 18 Millionen Betroffenen aus.
Die Verteilung zeigt dabei sehr deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Alter:
Geschlechterverteilung: Frauen deutlich häufiger betroffen
Migräne betrifft Frauen etwa zwei- bis dreimal so häufig wie Männer:
Frauen: Rund 14,8 % aller Frauen in Deutschland haben eine klinisch gesicherte Migräne.
Männer: Bei den Männern liegt der Anteil bei etwa 6,0 %.
Wann tritt Migräne am häufigsten auf?
Die Erkrankung betrifft vor allem Menschen im erwerbsfähigen Alter. Am stärksten ausgeprägt und am häufigsten sind die Attacken in der Altersphase zwischen 35 und 45 Jahren – in dieser Kernphase ist statistisch gesehen fast jede dritte Frau betroffen.
Mit zunehmendem Alter (ab ca. 55 bis 60 Jahren) nimmt die Intensität und Häufigkeit der Anfälle bei den meisten Betroffenen glücklicherweise wieder spürbar ab. Auch Kinder sind bereits betroffen (etwa 4 bis 5 %), wobei vor der Pubertät Jungen und Mädchen noch gleich häufig unter den Anfällen leiden.
Die massiven Auswirkungen im Alltag
Wie schwerwiegend die Erkrankung für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft ist, zeigen diese täglichen Kennzahlen:
Tägliche Belastung: Jeden Tag erleiden in Deutschland rund 900.000 Menschen eine Migräneattacke.
Arbeitsunfähigkeit: Etwa 100.000 Menschen sind pro Tag wegen akuter Migräne so schwer betroffen, dass sie arbeitsunfähig im Bett liegen bleiben müssen. Die Wirtschaft verliert dadurch jährlich schätzungsweise über 30 Millionen Arbeitstage.
Hohe Dunkelziffer: Obwohl der Leidensdruck extrem hoch ist, befindet sich laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) rund die Hälfte der Betroffenen in Deutschland nicht in aktiver ärztlicher Betreuung. Viele versuchen, die Attacken ausschließlich über freiverkäufliche Schmerzmittel in der Selbstmedikation abzufangen.